Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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nach Belieben ein. Die Weiber warteten die Kinder,

die Maͤnner rauchten und bereiteten das Mittagsmahl,

die Papas ſchwazten zuſammen. Man hoͤrte uͤberall

Mandolinen, Violinen und Leiern erklingen; man

ſang, tanzte, lachte, betete. Alles war voll Freude.

Ohne Furcht waͤren wir die gluͤcklichſten Menſchen

auf der Welt geweſen; allein bei dem geringſten Wind⸗

ſtoße zogen die Matroſen die Segel ein, die Pilger

riefen: Chriſtos! Kyrie eleiſon! Nach dem

Sturme kehrten wir zur vorigen Kuͤhnheit zuruͤck

Auch bemerkte ich auf dem Schiffe nichts von der Un⸗

ordnung, welche einige Reiſende erwaͤhnen. Wir hiel⸗

ten uns im Gegentheile ſehr ſittſam und ordentlich.

Am Tage nach unſerer Abreiſe bekam ich einen ſehr heftigen Fieberanfall. Zu Jafa angekommen, ſchickte ich meinen Jv⸗

hann an das Land, um die Empfehlungsſchreiben

der Commiſſaire des heiligen Landes zu Konſtantino⸗

pel an die Vaͤter von Jafa zu uͤberbringen. Drei Moͤnche, von meinem griechiſchen Bedienten begleitet,

kamen an Bord, und empfingen mich herzlich. In

einer Schaluppe fuhren wir in den Hafen durch eine

Deffnung, welche zwiſchen den Felſen angebracht, und ſelbſt fuͤr eine Caique gefaͤhrlich war. Die Araber von der Kuͤſte traten bis an den Guͤrtel in das Waſ⸗ ſer, um uns auf ihre Schulterm zu lagern. Da bei den Arabern die weiße Farbe die vornehmſte iſt, und

mein Diener mit einem weitßen Redingote bedeckt war⸗