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dertheil unſerer Barke war einer Inſel zugekehrt, der oͤſtliche Himmel war mit einer lebhaften Roͤthe be⸗ deckt, welche, wie das Licht zu wachſen begann, all⸗ maͤhlich erbleichte. Der Morgenſtern glaͤnzte durch das purxurne Licht, und unterhalb dieſes ſchoͤnen Ge⸗ ſtirnes erkannte man kaum noch den halben Mond, wie einen aͤußerſt ſchwachen Pinſelſtrich. Dieſes Ge— maͤlde wech ſelte, wie ich es betrachtete. Bald ſtiegen eine Art von rothen und grüͤnen Strahlen, wie aus einem gemeinſchaftlichen Mittelpunkte von Oſt nach dem Zemth auf; dieſe Farben erblaßten, wurden leb⸗ hafter und erblaßten wieder, bis die Sonne am Ho⸗ rizonte erſchien, und alle Nuͤangen des Himmels in ein allgemeines leicht vergoldetes Weiß verſchmolz.
Zu Konſtantinopel war ich gerade am Tage einer Revolution angekommen. Die Rebellen Rome⸗ liens waren bis an die Thore der Stadt vorgedrun⸗ gen. Genoͤthigt dem Sturme nachzugeben, hatte der ungluͤckliche Selim die den Janitſcharen verhaßten Miniſter verabſchiedet und verwieſen. Der Aufenthalt zu Konſtantinopel ward mir laͤſtig. Bald wurden je⸗ doch meine Wuͤnſche erfuͤllt, und wir ſchwammen un⸗ ter dem Paniere des Kreuzes, welches von den Ma⸗ ſten unſeres Schiffes wehte, Jeruſalem zu.
Auf dem Schiffe waren bei 200 reiſende Maͤnner, Weiber, Kinder und Greiſe. Jeder Pilger hatte ſei⸗ nen Stab, ſein Skapulier und ein kleines Kreuz ober ihm aufgehangen. Jeder richtete ſich auf dem Schiffe


