Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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216 wir aus dem Mittelpunkte der neuen Stadt gefuͤhrt, und kamen in den weſtlichen Theil. Man findet weit von einander liegende Haͤuſer, dann große leere Platze, theils innerhalb, theils außerhalb der Umfaſ⸗ ſungsmauern. In dieſen unbewohnten Gegenden fin⸗ det man den Tempel des Theſeus, den Pnyr und den Areopag. Erſterer iſt unter allen Denkmaͤlern des Alterthumes in Athen am beſten erhalten; fruͤher eine Kirche des heiligen Georg, wird er jetzt als Vorrathshaus gebraucht. Ein kleines Thal(Zöle im Alterthume) trennt den Huͤgel des Areopag von dem Huͤgel des Pnyr und der Burg. Der Pnuyx, ein ebener Platz, iſt auf einem ſteilen Felſen hinter dem Lykabettus angebracht. Eine aus ungeheuern Stei⸗ nen erbaute Mauer ſützt dieſen Platz gegen Nord; gegen Suͤd erhebt ſich eine, in dem Felſen ausge⸗ hauene Redner⸗Buͤhne, zu welcher vier in den Felſen gehauene Stufen fuͤhren. Dem Lord Elgin, wel⸗ cher den Schutt von dem Huͤgel wegraͤumen ließ, ver⸗ dankt man die Entdeckung der Stufen.

Von dem Pnyr gingen wir zu dem Huͤgel Mu⸗ ſeum, auf deſſen Spitze ſich das geſchmackloſe Grab⸗ mal des Philopappus erhebt. Er war der recht⸗ maͤßige Erbe des ſyriſchen Thrones, kam mit den Ab⸗ koͤmmlingen des beſiegten Antiochus nach A then, wo ſie zu bloßen Buͤrgern herabſanken. Herr Fau⸗ vel zeigte mir die Stellen, wo die Mauern der alten Stadt geſtanden waren, ferner die Truͤmmer von dem