Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

214

der dritte ein langer Wald von Belbaͤumen, welcher ſich in einem Bogen von den Quellen des Fliſſus an dem Fuße des Berges Amhesmos hin, bis zu dem Hafen Phalerum ausdehnte. Der Cephiſ⸗ ſus durchſtroͤmt dieſen Wald, welcher ſeinem Alter nach von dem Delbaume abzuſtammen ſcheint, wel⸗ chen Minerva aus der Erde hervorſproſſen ließ. Das trockne Bett des Iliſſus liegt auf der andern Seite von Athen, zwiſchen dem Berge Hymettus und der Stadt. Die Ebene iſt ungleich.

Schnell kamen wir durch die beiden erſten Striche. Man ſieht auf dieſem Theile des Weges nicht mehr das Denkmal des Rhobiers und das Grab der He⸗ taͤre, wohl aber die Truͤmmer einiger Kirchen. Wir kamen in den Blivenwald, und entdeckten bald das Bett des Cephiſſus, zwiſchen den Staͤmmen der Hel⸗ baͤume, die am Ufer ßanden, alten Weiden aͤhnlich. Ich ſtieg ab, um dieſen Fluß zu begrßen und ſein Waſſer zu trinken. Aus dem Walde kamen wir nach 1½ Stunde zu der neuerlich hergeſtellten Mauer, welche einer Gartenmauer gleicht, und die Stadt um⸗ ſchliett. Wir traten in das Thor, und zogen durch kleine laͤndliche Straßen, welche ziemlich freundlich und reinlich waren.

Ein Brief von v. Choiſeul⸗Gouffier an den Konſul zu Athen, Fauvel, wieß mich an den rechten Mann, welcher ſich lange ſchon in Athen auf⸗ haͤlt, und eifrig mit Alterthuͤmern beſchaͤftigt. Nichts