160
in Gemeinſchaft mit den Maͤnnern den Romaika, einen lateiniſchen Tanz, voll Ausdruck, voll Bewe⸗ gung, voll Feuer in den Augen, und voll Grazie.
Mit Tagesanbruche verlaͤht er Athen, die ſuͤße⸗ ſten Erinnerungen mit ſich nehmend. Der Wes von der Stadt nach dem Piraͤus lauft zwiſchen zwei Mauern hin, welche Themiſtokles erbaute und Cimon erneuerte. Man bemerkt noch ihre Grundla⸗ gen unter dem Weinreben⸗Gebuͤſche. Im Piraͤus ſelbſt iſt es gewoͤhnlich ſtille. Das ſchönſte Haus in demſelben gehoͤrt einem Franzoſen, der ſehr gaſtfreund⸗ lich gegen Fremde iſt, und hier das Leben eines Wei⸗ ßen fuͤhrt. Man findet hier und da noch Sruͤmmer und Ueberreſte des Alterthums.
In der Naͤhe des Piraus iſt das unvergeßliche Salamis; ein Inſelland. Die Barke iſt bereit; er will auf Salamts Gewäſſer fahren. Wenn man aus dem Hafen faͤhrt, ſo iſt rechts eine kleine Bucht, wo man einſt den Verbannten noch ein letztes Urtheil geſtattete. Jetzt iſt der Reiſende ſchon auf dem Mee⸗ re, zwiſchen Attika und Salamis. Hier iſt die kleine Inſel Spittalia. Hier betrachtet er den Ort, wo einſt die beruͤhmteſte Seeſchlacht zwiſchen Griechen und Perſern geliefert wurde. Der Reiſende verweilt ſich hier zu lange. Die Erinnerungen an große Thaten laſſen ihn nicht fortgehen. Nach Sleu⸗ ſis zu kommen, iſt der Tag zu kurz geworden. Er bleibt daher zu Salamis, heutiges Tages Koluri


