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kammer, oder eine Gemaͤlde⸗Gallerie des Poligno⸗ tus; vielleicht die Propylaͤen*). Hier iſt das Periſtilium des Parthenon voll Majeſtaͤt ad Groͤße, wo die Philoſophen lebten und dachten, und die praͤchtigen Aufzuͤge der Athener gefeiert wurden. Dort ſtand vielleicht die Diana des Praxiteles, und anderes Herrliche, das Barbaren zerſioͤrt haben.
Die Ruinen des Parthenon athmen noch heute etwas unbeſchreiblich Großes und Erhabenes. Von dem Tempel der Pandroſſos iſt nur noch ein un⸗ terirdiſcher Gang uͤbrig. In dem Erechteum, wel⸗ cher Dempel von Oſt nach Weſt lauft, und mehreren Göttern geweiht war, ſieht der Reiſende herrliche Saͤulen. Die nach Nord laufende Halle hat ſchoͤne Karyatiden oder Frauenzimmerſtatuen.
In dem Kapuzinerkloſter der Stadt befindet ſich die Laterne des Demoſthenes, ein Bauwerk aus der ſchoͤnen Zeit der Kuͤnſte, ſo benannt wegen der Form, welche einer Laterne nicht unähnlich iſt, von dem Volke fuͤr die Laterne des Demoſthnes aus⸗ gegeben, eigentlich nichts weiter, als ein Triumph⸗ denkmal, welches ein Stamm Aeamantis errich⸗ tete. Das Dach iſt ein Ganzes, ſchuppenfoͤrmig, und uht auf ſechs korinthiſchen Saͤulen, welche auf einer
*) Vorhallen des Pallaſtes welchen perikles er⸗ bauen ließ.(D. B.)


