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des Suripus zu fahren. Von Theben reiſt er ſpaͤt ab, und uͤbernachtet in dem Dorfe Seamino, ehemals Syeaminon. Den naͤchſten Tag geht er uͤber den Aſopus, beſieht den Hafen Bathy, und kommt noch Vormittags in Aulis an. Hier treiben einige zwanzig Griechen das Schifferhandwerk; aber das alte Aulis iſt nicht mehr vorhanden. Von Au⸗ lis ſchift ſich der Reiſende auf einer Barke nach Zeit un ein, und koͤmmt ſo uͤber den Eupirus. Dieſes Meer liegt zwiſchen der Inſel Negro⸗ ponte und Romelien, vormals zwiſchen dem al⸗
ten Böotien und Lverisz es hat nicht viel bber
acht Meilen im Umfange. Zwiſchen den beiden Spi⸗ tzen von Boͤotien und Chalkis, die durch eine zwanzig Schritte breite Bruͤcke verbunden ſind, iſt jene beruͤhmte Ebbe und Fluth, die ſich alle Tage des Mo⸗ nats, und alle Stunden des Tages veraͤndert, die bei ihrem Zuruͤckzuge nichts von demjenigen wieder gibt,
was ſie bei ihrem Anwachſen mitgebracht hat. Die⸗
ſes Meer hat keine regelmaͤßige Bewegungen; ſein Lauf ſcheint in den letzten Tagen des Monats periv⸗ diſch; wenn ſich aber der Mond erneuert, dann waͤchſt bald das Waſſer, bald faͤllt es; kommt und geht fuͤnf, neun, ja zwoͤlfmal des Tages, ungehindert von Sturm und Wind. Bei ſeiner groͤßten Stärke ſturzt es ungeſtüm aus dem Archipel, und kehrt nur langſam dahin zuroͤck; daher dauert die Ebbe weit laͤnger, als die Fluth. Auch faͤllt das Waſſer nie in dem Verhaltniſſe


