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ſeines Zunehmens und Steigens. Woher dieſe geheim⸗ nißvolle Meeresbewegung, moͤgen die Phyſiker erklaͤren.
Serofani iſt jetzt in der Bay von Zeitun⸗ und beſchließt, die Nacht daſelbſt zu ſchlafen. Am Morgen nimmt er ſeinen Weg ſuͤdlich, und geht uͤber den Sperchius, einen breiten und majeſtaͤtiſchen Fluß. Er wendet ſich rechts nach Bſten, und befindet ſich zwiſchen dem Meere und dem Deta⸗ jetzt Cu⸗ maita genannt. Zwiſchen dieſem durch Hereu les Vergoͤtterung beruͤhmten Berg und dem Sperchius iſt eine lachende Ebene, wo noch heute warme Baͤder ſind. Dort ſind die Engpaͤſſe.
Der Reiſende ſieht hier kein Capitol und keine Propylaͤen; er hat blos einen Abgrund vor ſich⸗ und uͤber ſeinem Haupte einen ungeheueren Felſen⸗ Ein enger Weg führt dahin, wo die tiefte Stille herrſcht, wo cinſt 300 Mann lange muthvoll gegen 300,000 Aſiaten Stand hielten, bis ſie nicht mehr hal⸗ ten konnten, und verrathen wurden. Der Weg iſt kaum ſechs Schritte breit.
Serofani kehrt von den Thermopylen⸗ die ihm eine Menge neuer Gefühle rege gemacht, nach Zeitun zuruͤck, faͤhrt wieder uͤber den Euripus⸗ und iſt in vier Tagen auf den Ebenen von Mara⸗ thon, wo Miltiades die Perſer beegte*.
*) Die Schlacht bei Marathon ſiel 490 vor Chriſti Geburt vor.


