Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

*

149

Shurm, alte Bader⸗Nuinen, eines von den ſieben Thoren, durch die ſchrecklichen Scenen zwiſchen De⸗ dipus und Joeaſte beruhmt, werden beſehen⸗ Dieſe Stadt hielt zuerſt eine Belagerung aus. Auf der nahen Ebene fanden vielleicht Eteoeles und Polynikes ihren Tod. Hier wurden Hereules, Bacchus, Pindar, Pelopidas, und Epamt⸗ nondas geboren.

Die Luft zu Theben iſt leicht und elaſtiſch. Die jetzige Stadt ſteht auf der alten, auf einer Anhoͤhe, die einen ſanften Abhaug an einem Arme des Pen⸗ telitus bildet. Sie beherrſcht eine mit kleinen Huͤ⸗ geln bedeckte Ebene. Rechts liegen hohe Berge, die den Euripus und Euboͤa ſehen laſſen; links liegt der See Copais, in welchen ſich der Cephiſſus und andere kleine Fluͤſſe muͤnden; im Ruͤcken iſt der Berg Deta.

Die Thebaner ſind friſch, gewandt, geſund und ſchoͤn; das letztere gilt beſonders von den Frauen, An den Mauern der Stadt ſließt der Iſmenus. Die Thebaner, Suͤrken und Griechen ſind aberglaͤu⸗ biſch hier, wie anderorts. Die Quelle Dedipodta iſt noch vorhanden.

Unſer Reiſender macht einen Abſtecher nach den Engpaͤſſen von Thermopila. Er kommt dahin zu Waſſer uͤber Zeitun, aus Furcht vor den Raͤubern in Romelien. Hiebei hat er den Vortheil, Au⸗ lis zu ſehen, und auf den geheimnißvollen Waͤſſern