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Cupurna und Serupi ſind. Das erſte iſt nur an⸗ derthalb Stunden, das zweite eine Tagereiſe entfernt. Serupi beherrſcht ein Thal, welches vier oder fuͤnf italiſche Meilen lang, und eben ſo breit iſt. Der Fluß Cephiſſus fließt langſam durch, theilt und bewaͤſſert das Thal. Seino Ufer ſind grüͤn, mit Blu⸗ men geſchmuͤckt; das ganze Thal iſt mit Delbaͤumen, Weinſtoͤcken und Fruͤchten mancher Art bedeckt. Auf
den Hüͤgeln weiden Heerden. Hier lebten und wan⸗
delten vielleicht Corinna, Pindar's Nebenbuh⸗ lerin, und Plutarch. Hier gab die Freiheit Grie⸗ chenlands ihren Geiſt auf. Hier unterjocht Ageſi⸗ laus Theben; dort ſchlaͤgt der Macedonier die Athener, und vernichtet die heilige Schaat der Bootier. Dort iſt der Fluß, uͤber welchen Age⸗ ſilaus mit Wunden bedeckt ſich zuruͤckzog; hier iſt der Engpaß, durch welchen Demoſtbenes flieht; hier der Berg Acontium, uͤber den Mithrida⸗ tes fluͤchtete, und ſo noch mehr, was an alte Zeiten
ruhrend erinnert. Griechen land iſt eine herrliche,
die herrlichte Gemaͤlde⸗Gallerie der Welt. Cheronaͤa wird verlaſſen; ein roher und be⸗ trunkener Tatar begleitet den Reiſenden. Sie reiten an dem ufer des See's Copais, zu den Thuͤrmen, welche die Spanier erbauten, und nach zehn Stunden ſind ſie in Sheben oder Thiva. Der Wirth des Reiſenden iſt ein Doetor Simonetti Frivulien: vieſer fuͤhrt den Reiſenden umher. Der Cadmus⸗


