Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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und kommt in einem Tage nach Aſpraſpiti, einem al⸗ ten Hafen der Phoeen ſer, ehemals Mycos genannt, heutiges Tages Handelshafen der Provinz. Den Eingang in den Hafen macht der Felſen Antyeira. Hier ſuchte Serofani den einſt ſo beruͤhmten Helle⸗ borus, welche Pflanze er aber nirgends fand. Die Nacht ſchlaͤft er auf der kleinen Barke, auf welcher er kam. Den naͤchſten Morgen bricht er zu Pferde nach Livadia auf, entfernt ſich vom Meere, reitet zwei Stunden durch odes und enges Thal, und kommt endlich auf einem Berggipfel im Dorfe Diſtomos an. Dieſes Gebirge iſt der Anfang eines andern Tha⸗ les zwiſchen dem Helicon und Parnaß. Diſto⸗ mos hieß chemals Ambroßo*).

Die Gebirge dieſer Gegend ſind eben ſo hoch, als die Alpen zwiſchen Chambery und Turin, eben ſo alt, und eben ſo ſteil⸗ Die Waͤlder beſtehen aus wilden hohen Fichten; die Gipfel ſind mit Schnee bedeckt; uͤberall herrſcht ein eben ſo autiker, als oder Anblick. Merkwuͤrdig iſt es, daß die Schichten dieſer Berge ſich nach Suͤden hinneigen, oder beſſer nach dem Meerbuſen von Lepantv. Dieſe Eigenheit ha⸗ ben alle Berge Moreas, die deßhalb Vuni heißen⸗ wahrſcheinlich die Wirkung eines Vulkans⸗

*) Ambryhus.(D. B.)