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ein anderer Theil ging nach Macedonien, in die Stadt Durazzoz dieſe letztern dienten ſpaͤter unter Scanderbeg.
Das Volk der Albanier hat zwei Eigenthuͤm⸗ lichkeiten, welche es den Reiſenden intereſſant machen, ſeine Tracht und ſeine Sprache. Die erſte gleicht ganz jener der roͤmiſchen Soldaten; nackte Fuͤße, ein Cothurn, ein Waffenrock, der vom Guͤrtel bis an die Knie reicht; die Bruſt mit einem Kuͤraß von Sammt bedeckt; Hals und Arme bloß; an der Seite ein brei⸗ ter und kurzer Degen; endlich ein ſtarker Koͤrper, eine ſtolze Haltung, ein Bart. Auf den Gebirgen von Al⸗ banien iſt alſo die roͤmiſche Dracht geblieben, viel⸗ eicht erſt angenommen nach dem Einfalle der Sey⸗ then aus Illyrien. Die Sprache der Albaner iſt den Illyriern entiehnt, hat aber jetzt keine Aehnlichkeit mit einer andern Sprache Griechen⸗ lands. Mit dem aͤcht ilyriſchen Dialekte wuͤrde ſie die groͤßte Aehnlichkeit haben, wenn dieſe nicht bei dem Einfalle der Daeier ſchon verloren gegangen waͤre, und ſo eine Vergleichung unmoͤglich machte.
Der Reiſende hatte von derFeſtung zu Korinth das beruͤhmte Athen erblickt. Er muß dahin eilen, ſein Gefuͤhl beſtimmt ſeine Reiſe. Der Weg fuͤhrt ihn durch Boͤotien. Er hat ſich genüglich im Pe⸗ loponnes umgeſehen. Von dem engliſchen und hol⸗ laͤndiſchen Konſul an den Primas von Livadien empfohlen durch Briefe, hricht er ehn natpa auf,


