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fahrt nach Meeea zu machen; keine Unreinlichkeiten an ſich zu leiden; den Freitag ſirenge zu feiern, ſich beſchneiden zu laſſen; keinen Wein zu trinken; kein Schweinefleiſch zu eſſen; nicht Schach zu ſpielen; denn dieſes Spiel hat nach Mohamed der Teufel erfunden, um Ineinigkeit unter Bruͤdern zu ſtiften⸗ und ſie vom Gebete abzuhalten.
Die Gebete der Tuͤrken haben erhabene Einfalt. Gottiſt groß, es gibt keinen andern Gott⸗ als Gott; Gott iſt grob; geruͤhmt ſeyſt du Herr; dein Name ſey gelobt, und deine Groͤße verehrt: denn es gibt keinen ande⸗ ren Gott, alsGott. Ich bekenne, daß Gott Gottiſt, daß Gottewig iſt, daß er niemals geboren worden iſt, daß er Niemanden er⸗ zeugt hat, daß ihn Niemand an Groͤße uͤbertrifft, oder ihm gleichkommt.— Dieſe Gebete endigen ſich mit einem Gruße an den guten oder boͤſen Engel, von dem jeder Tuͤrke Tag und Nacht begleitet iſt.— Heil, Barmherzigkeit, guten Tag, gute Nacht; dieß ſind die Gruͤße, die ſie einan⸗
der machen. Beten kann der Tuͤrke uͤberall, im Hauſe,
in der Moſchee, im Garten, auf dem Felde, zu Fuß⸗ zu Pferd. Die Frauenzimmer durfen nicht in die Mo⸗ ſchee gehen, weil ſie die Maͤnner ſonſt zerſtreut ma⸗ chen wuͤrden. Sonnabends beten die Luͤrken fuͤr die Bekehrung der Juden; Sonntags fuͤr die der Chriſten;
Mondtags fuͤr die Propheten; Dienſtags fuͤr ihre Hei⸗


