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ſenden von den Tuͤrken geſagt hat. Denn der Tuͤrke laͤßt ſich weder mit einem Spanier, noch mit einem anderen Volke, nur mit einem Tuͤrken vergleichen.
Die tuͤrkiſche Regierung ſey despotiſch, ſagt man; ſo iſt ſie nicht. Der Großherr hat einen Staatsrath errichtet, dem ſeine Willensmeinung unterworſen iſt. Keiner der Miniſter des Divans kann mit dem Tode, auch nicht mit der Konſiskativn der Guͤter beſtraft werden; auch nicht mit der Verbannung; ſie koͤnnen dem Sultan ungeſtraft die Wahrheit ſagen, und alle ſagen ſie ihm, aber ſie nuͤtzt weder ihm, noch dem Volke. Das Reich iſt groß, das Miniſterium iſt ver⸗ dorben, der Schatz erſchopft, die Regierung ohne Energie, der Sultan ohne Gewalt. Der Paſcha von Seutari iſt durch Waffengewalt von ihm unabhaͤn⸗ gig; der Paſcha von Romelien durch ſeine Schaͤtze; der Paſcha von Bagdad durch ſeine Entfernung; die Bey's von Smyrna haben ſich durch den Han⸗ del, die von Alerandrien durch Drohung unab⸗ haͤngig gemacht. Das tuͤrkiſche Reich befindet ſich alſo im Zuſtande des Verfalls, und ſein Loos wird daſſelbe ſeyn, was Rem durch den Einfall der Van⸗ dalen widerfuhr. Dieſe Veraͤnderung iſt naͤher, als man glaubt. Doch wir verlaſſen die Politik, und ſprechen vom Koran!
Die Hauptgebote des Korans ſind folgende: in der Faſtenzeit zu faſten; fuͤnf Mal taͤglich zu beten; Almoſen auszutheilen; wenn es moͤglich iſt, eine Wall⸗


