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Gegen ein Eintrittsgeld von 15 Piaſter an den ottomanniſchen Befehlshaber kam Serofani in die Feſtung von K orinth. Hier ſah er außer einigen Alterthuͤmern die Quelle Pirene, die reichlich ge⸗ fundes und wohlſchmeckendes Waſſer gibt. Von der Hoͤhe dieſer Feſtung hatte er eine ſchoͤne Ausſicht auf die beiden Meerbuſen von Kenchres und von Le⸗ vanto, auf einen Theil des P eloponnes und von Böotien, auf den Helikon und den Parnaß.
Links hinab ſah er das Gefilde von Sikyon, rechts die
Inſeln Aegina und Kuluri, in der Ferne das Vorgebirge Sunium und die Feftung von Athen; unter ihm lag die Landenge und die Stelle, wo ehe⸗ mals die unermeßliche Stadt Ko rinth ſtand.
Die Luft von Korinth war unſerem Reiſenden zuwider, und er verließ daher die Stadt bald wieder. Auf einem kleinen zantioti ſchen Fahrzeuge durch⸗ wanderte er, laͤngss dem Meerbuſen, die fruchtbaren Cbenen von Kortv. Er fuhr vor der Muͤndung des Pſopus und des Cephiſſus vorbei, und ſah von dem Meer, wie Sieyon auf der Spitze eines Hů⸗ gels emporſtieg. Die Griechen nennen dieſe aͤlteſte Koͤnigsſtadt im Peloponnes, noch Baſilica oder Pallaſt. Nach einer Reiſe von drei Tagen war er wieder in Patra.
Die Luͤrken gleichen keinem neueren Volke; ſie ſind die einzigen in Europa, die einen voriginellen Chargẽter haben. Dieſer aber beſieht gerade datin⸗


