Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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292 und durch dichte Waldungen unbequemen Wege, zu welchem der langſame und langweilige Gang der Ochſen nicht wenig beitrug, nach dem Fort Gregor⸗ opollis. Hier uͤbergab ich dem Grafen del Pozzo Briefe von dem Grafen Platow. Erſterer gerieth vor einigen Jahren in die Gefangenſchaft der Tſchet⸗ ſchinzi. Zwoͤlf Monate brachte er in ihrer Skla⸗ verei zu, machte große Fortſchritte in der Tſchet⸗ ſchinzi⸗Sprache, und machte ſich genau mit ihren Sagen, Sitten und Gebraͤuchen bekannt.

43. Dieſe raͤuberiſchen Tſchetſchinzi verbrei⸗

ten großen Schrecken bei ihren Stamm⸗Nachbarn, und ſetzten die disziplinirten Ruſſen ſehr in Thaͤtig⸗ keit. Sie ſind unermuͤdet in der Begierde nach Beute, verſchwinden eben ſo ſchnell, als ſie gekommen ſind. Alles wird ohne Barmherzigkeit gepluͤndert und ge⸗ mordet. Chriſten entgehen ihrem grauſamen Stahl⸗ weil ſie fur dieſelben ein großes Loͤſe⸗Geld erwarten. Je kuͤhner und blutiger die Sſchetſchinzi ſind, deſto großer iſt ihr Ruf bei ihrem Stamme. Die Ruſſen betrachten ſie als ihre furchtbarſten Feinde, deßwegen ſuchen ſie ihnen auch auf jede Weiſe Schaden zuzu⸗ fuͤgen. Sie ſtehen unter Haͤuptlingen, ſind unwiſſen⸗ de Muhametaner, und haben keine Prieſter irgend einer Art. Die Soͤhne ziehen nie aus dem Vaterort, und dadurch wachſen Familien aus einem Schoͤß⸗ linge zu anſehnlichen Doͤrfern an. Jede Woh⸗

nung dieſes Volkes hat 3 Abtheilungen; eine fuͤr