Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

231

welcher zu bewachen war, beſtand aus der Poſt, 30 Wagen mit Salz, und eben ſoviel Wagen mit euro⸗ paͤiſchen Waaren; ungefaͤhr 10 12 Reiſenden zu Pferde, aus 6 Britſtchkas und meinem eigenen Wa⸗ gen, nebſt einer andern Kaleſche, welche Beſchluß machte. Auf dem Poſten, wo wir ͤbernachteten, em⸗ pfing mich der befehlshabende Pffizier ſehr freundlich, und theilte mir viele Belehrung mit uͤber die Hegen⸗ den, welche wir durchreiſen wollten. Bei Ankunft des Tages wurde mittelſt einer Trommel das Zei⸗ chen zum Aufbruche gegeben. Die Kanone und ein Theil des Fußvolkes eroͤffnete den Zug; meh⸗ rere Koſaken ritten voraus, waͤhrend Andere links und rechts in verſchiedene Entfernungen geworfen wurden, um einen Ueberfall zu verhuͤten. Unſer Weg ging uͤber ſteile Huͤgel und durch große Schluchten mit tauſend wilden und plotzlich abgebrochenen Hin⸗ auf⸗ und Hinabwegen, welche in Liefen gingen, deren ſteile Dunkelheiten durch den Contraſt den maleriſchen Anblick des Weges noch erhoͤhten.

12. Ein Haufe Reiter, welchen wir in der Ferne erblickten, und fuͤr Raͤuber hielten, ſetzte alles in Ver⸗ theidigungs-Zuſtande. Als ſie uns nahe kamen, er⸗

kannten wir ſie als Freunde, und wurden dadurch

von einer ſo noͤthigen Unruhe befreit. Nach einer er⸗ muͤbenden; aber nicht unintereſſanten Tages⸗Reiſe erreichten wir Algoog Kabaka(ſonſt Fort Kon⸗ ſtantind, und begaben uns dann auf einem naßen