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die Frauenzimmer; eine andere fuͤr das männli⸗ che Geſchlecht und eine dritte fuͤr die Pferde. Ihre Ehen ſind haͤusliche Vertraͤge, uͤber welche die Ael⸗ tern beider Theile mit einander uͤbereinkommen. Die Braut bringt allezeit eine Ausſtattung mit, wird in das Haus des Brautigams gefuͤhrt, und dann endigt die Feierlichkeit mit Tanzen, Trinken und Ringel⸗ Rennen.
Die Frauenzimmer beſorgen neben den häusli⸗ chen Angelegenheiten auch den Anbau des Getreides und Tabaks. In Ermanglung eines Raubzuges er⸗ geben ſie ſich der vollkommenſten ſelbſtiſchen Faulheit, und berauſchen ſich mit geiſtigen Getraͤnken. Ihre Nationaltracht und ihre Waffen unterſcheiden ſich im Ganzen wenig von dem Anzuge der Koſaken der kau⸗ kaſiſchen Linie. Die Mannsperſonen ſind ſtark und unterſetzt, haben ſchoͤne Geſichter, und eine dunkle Hautfarbe.
14. Auf dem Wege nach Wlady Kaukaſu 6, einem der wichtigſten und ſtaͤrkſten Soldatenpoſten der Ruſſen am Fuße des Kaukaſus, ſetzten wir auf oben benannter Ebene unſere Reiſe fort. Die Rich⸗ tung lief gerade nach Bſt; der Lerek rollte Rechts, durch den grauen Nebel blickten die ungeheuren Spi⸗ zen des Kaukaſus. Dbwohl das ſtolze Haupt des Elborus noch weit entfernt war, ſo ragte er doch als Dberherr dieſer Rieſenberge, in grauer Majeſtaͤt über alle andere empor; ſein Silber⸗Diadem, der Schuee.
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