Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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ſus, wo ſich eine Quarantaine⸗Anſtalt fuͤr Reiſende befindet, welche aus Georgien oder einem der Laͤnder an den Flüſſen Terek und Kuban kommen.

9. Nach 15 Werſten erreichten wir ein Thal, und an deſſen Ende das Fort und Dorf Moskofskoy; das Fort beherrſcht links und rechts 2 andere Thaͤ⸗ ler, welche weit in das Land gehen. Dieſer war der letzte Poſten vor unſerer Ankunft in der Stadt Sta⸗ vrapol. Dieſe liegt luſtig an der Seite eines Huͤ⸗ gels, auf welchem man die Ausſicht uͤber die weite Ebene zwiſchen ihr und Moskofskoy hat. Db⸗ gleich die Haͤuſer von Außen ein ſchoͤnes und be⸗ guemes Anſehen haben, ſo fand ich mich doch Nachts ſehr von Ungeziefer geplagt, und zog deßhalb Nachts, ungeachtet der etwas ungewoͤhnlichen Kaͤlte den Auf⸗ enthalt in meinem Wagen vor. Bei Stavrapol, welches ungefaͤhr 330 Werſte von Neu⸗Tſcher⸗ kas entfernt iſt, vereinigt ſich die große Heer⸗Straße von der Weſtlinie des Kaukaſus, wie aus der Krimm und den tuͤrkiſchen Beſitzungen auf der Oſt⸗Kuͤſte des ſchwarzen Meeres.

Bei dem Poſten Zergifskoy am Abhange ei⸗ nes anſehnlichen Huͤgels erhielt ich 2 Koſaken zur Bedeckung. Sie waren von Natur klein, ihre Ge⸗ ſichter roh, und ihr Anzug von der wildeſten und un⸗ ordentlichſten Art. Dieſe Leute wohnen am Fuße des Kaukaſus, und ſo wie ich weiter kam, fand ich die meiſten Bewohner auf eine aͤhnliche Art gekleidet.