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Weil wir die Stadt Alexandroff wegen einbre⸗ chender Nacht nicht mehr erreichen kounten, mach⸗ ten wir in dem Dorfe Severnaia Halt. Die Stadt Alexandryff am Fuße eines hohen, ſtei⸗ len Berges zwiſchen Baͤumen und Gaͤrten wird von dem vorbeifließenden Kumn bewaͤſſert. Das Land von hier bis Georgewesk iſt Steppe, welche durch den fernen Kaukaſus begraͤnzt iſt. Etwa 40 Werſte von Georgewess ſind in den Beſchau⸗ Gebirgen die Mineralbaͤder von Konſtantino⸗ gorsk. Ihre Temperatur an der Duelle betraͤgt 30— 400 Reaumur. Wegen der geſunden Gegend und der heilſamen Wirkſamkeit des Waſſers werden dieſe Baͤder haͤufig beſucht. Eine ſchottiſche Kolonis von Miſſionairen ließ ſich ohne Erfolg fuͤr ihren Sweck in der Naͤhe von Konſtantinogors? nieder.
10. Von Georgewesk kamen wir uͤber den Fluß Prodruma zu einer ſehr tiefen Schlucht, welche wegen des Aufenthaltes von Raͤubern und Moͤr⸗ dern gewoͤhnlich das Diebsthal heißt. Meins Foſaken⸗Bedeckung wurde jetzt noch um 4 Mann verſtaͤrkt, und wegen eines Angriffs, welchen wir bei bellem Tage befuͤrchteten, hielt ich meine Leute ſtets bereit. Auf der großen Ebene, welche ſich bis an den Fuß des Kaukaſus erſtreckt, ſtehen in ge⸗ wiſſen Entfernungen Koſaken⸗Wachen, welche den vorbeigehenden Reiſenden ein ebenſo merkwuͤrdiges


