Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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in der gegenwaͤrtigen Lage der Dinge Friede zu hof⸗ fen war. Nach einer gegebenen Zahl von Tagen ſoll⸗ ten die Feindſeligkeiten wieder beginnen.

Als ich am 41. Bktober in das Lager des Prinzen zuruͤckkehrte, war die Hitze der Sonne ſtellenweiſe ſo groß, daß ſie mir auf den entbloͤßten Theilen der Haut Blaſen zog, und einen Gallenguß erregte, wel⸗ cher den Grund zu einer ſchweren Krankheit legte. Drei Tage nach meiner Ruͤckkehr brach der Geſandte auf, und trat ſeine Ruͤckreiſe nach Deheran uͤber Ardebil an. Ardebil hat jetzt 700 Haͤuſer und etwa a0oo Einwohner; Mauern mit 3 Thuͤrmen in unregelmaͤßigen Zwiſchenraͤumen von einander entfernt, s Thore, deren eines nach der viereckigen Feſtung fuͤhrt. In dem Fluſſe Balukſchai fingen wir Heuerlinge und Gruͤndlinge, welche in den meiſten Fluͤſſen Per⸗ ſiens ſind. Das Merkwuͤrdigſte in Ardebil iſt das Grabmal des Scheik Seffi, des Stammvaters der Seffiſchen Familie, nebſt jenem ſeiner Soͤhne. Von den Grabmaͤlern fuͤhrte man uns in einen ſehr ſchoͤn geſchmuͤckten Saal, wo wir auch eine Samm⸗ lung perſiſcher Handſchriften ſahen. Unter andern

Merkwuͤrdigkeiten bemerkten wir einen ſechshundert⸗ jaͤhrigen Koran von dickem Kataiſchen Seiden⸗Papier, ſo groß und ſo ſchwer, daß kaum zwei Maͤnner ihn heben konnten; und ein Buch mit kufiſcher Schrift, etliche Kapitel aus dem Koran enthaltend, angeblich von Ali ſieben Jahre nach der Hedſchra geſchrieben. 63. Vd. Perßten. III. 2. 6