200 hinterlaſſen, jeden Soldaten ſeines Pferdes Futterſack
mit Erde fuͤllen und auf einen Fleck zuſammen ſchut⸗
ten ließ. Im Lager wurde ich den vornehmſten Generalen
vorgeſtellt, und zum Mahle eingeladen. Tiſchtuch, Teller, Meſſer und Gabel, Glaͤſer und Wein ausge⸗
nommen, ſtand nichts als ein kupferner Napf mit
Suppe, welchen der General eigenhaͤndig, ſo gutes ging, in der Reihe herum gehen ließ. Am Tiſche ſaß eine zahlreiche Geſellſchaft von Pffizieren, jeder ſtreng nach ſeinem Range. Nach der Suppe wurden in einer Folgereihe gedeihliche Gerichte herumgegeben, aber haͤuſig durch Geſundheiten des Generals unterbrochen, welche er, um geſellige Freude zu verbreiten, ausbrachte.
Am folgenden Morgen wurde ich von kriegeriſcher Muſik aufgeweckt, und hatte nach dem Fruͤhſtuͤcke eine Unterredung mit dem General, welche ſehr geheim vor ſich ging. Nach dem Liſche ſreifte ich im Lager umher, und kam an einen hohen Strauch, hinter wel⸗ chem 2 ruſſiſche Soldaten, wiewohl es ſtark regnete, ohne Roͤcke und Muͤtzen auf dem naßen Graſe ſaßen und, wie ihre Vorgeſetzten, Karte ſpielten.
Bei unſerer Abreiſe beſtand unſere Reiſegeſell⸗
ſchaft außer Ruſſen und Engläͤndern noch in Donſchen
und Tereckſchen Koſaken, Kirkaſſiern, Georgiern, Ar⸗ meniern, Perſern und Kalmuͤckſchen Tataren⸗ Die unterhandlung zerſchlug ſich, weil die Anforderungen auf beiden Seiten zu weit auseinander waren⸗ als daß


