169§ mandar, welcher uns kurz vor Baj⸗gah verließ, ſchenkte der Geſandte einen Dperngucker, der ihm als Jagdfernrohr beſchrieben ward, eine ſilberne Jagd⸗ Uhr, und einen kleinen Diamantring. In Zergun hielten wir an, um Mittag 12 Uhr war die Hitze 106. Zu Perſepolis ließen wir den ſehr engen Eingang in das erſte von Chardin beſchriebene Grabmal oͤff⸗ nen, und fanden die von ihm erwaͤhnten Sarkophage beinahe mit Erde uͤberſchuͤttet. Von hier gingen wir nach Sewund und lagerten uns dicht am Ufer des Sewund ⸗Fluſſes, welcher ſich durch das enge Thal in die Ebene Merdaſcht windet, und ober⸗ halb Fhatabad in den Bend⸗Emir fließt. In dem Thale hielten wir, fanden es mit wildgeſtalteten Bergen umgeben, und mit der Suͤßholz⸗Pflanze be⸗ deckt, welche die Perſer Sus nennen, die Khor Schuter aber Kameldorn, weil dieſe Thiere ſie vor allen andern Pflanzen gerne benagen. Das etwas ent⸗ fernt auf einer Anhoͤhe gelegene Dorf fanden wir men⸗ ſchenleer, weil die Einwohner in Zelten lebten.
In dem Dorfe Kehmin fanden wir kaum hin⸗ reichende Lebensmittel, und konnten nur durch Er⸗ preſſungen etwas erhalten. Vor unſerer Ankunft fluͤch⸗ teten die Maͤnner in die Gebirge. Als unſer Meh⸗ mandar auch noch 40 Tomans verlangte, machten die Weiber ein Geſchrei, und hoben die Haͤnde zum Himmel empor. Was der Mehmandar nicht in Geld bekommen konnte, nahm er in Naturg. Vor unſerer
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