Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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der Mollah's geſetzt. Fuͤnf Namen gibt der Vater des Kindes dann an, wovon jeder geſondert auf ein Stück⸗ chen Papier geſchrieben wird. Dieſe werden entweder in den Koran, oder unter die Ecke des Teppichs ge⸗ legt. Der Fatha, das ertte Kapitel im Khoran wird geleſen und vom Vater ein Papierſtuͤckchen, wie es ſich eben trifft, herausgeriſſen, und das Kind erhaͤlt den darauf ſtehenden Namen. Ein Mollah nimmt das Kind auf, ſpricht ihm den Namen in das Dhr und legt das Papier auf ſeine Windeln. Nun geben die Verwand⸗ ten des Kindes Geld und andere Geſchenke. Dieſer Gebrauch heißt Runemah(Geſichtzeigen).

Noch einen andern Gebrauch, Akcheh, haben ſie. Der Vater ſchlachtet ein Schaf, macht Fleiſchbruͤhe daraus, und hebt ſorgfaͤltig alle Knochen auf. Er la⸗ det ſeine Verwandten zu dieſer Bruͤhe ein, genießt aber, wie auch ſeine Frau, nichts davon. Waͤhrend der Zeit ſammelt er die Knochen, waͤhlt einen ſaubern Flecken an einem fließenden Waſſer, und vergraͤbt ſie da. Waͤhrend des Mejlis erhaͤlt das Kind den Na⸗ men. Auch beobachten ſie verſchiedene Gebraͤuche. wenn das Haupt eines Kindes geſchoren wird. Bet dem Reichen erhaͤlt der Knabe vom zweiten Jahre an einen Laleh(Lehrer); das Maͤdchen aber einen Gihs ſefihd(Graukopf) zu gleichem Zwecke.

VII. Am 10. Juli reiſten wir von Schiras ab, konnten aber wegen der unertraͤglichen Hitze unſere Reiſe nur bei der Nacht foprtſetzen. Unſerm Meb⸗