und Art ihres Witzes alles Feingefuhl bei Seite ſetzen. Die Prinzen, die Statthalter der Provinzene, wie auch der Koͤnig haben eine Bande ſolcher Kerle im Solde, und ſie gehoͤren zu einem perſiſchen Hofſtaate.
Sobald bei den Perſern ein Weib die Wehen fuͤhlt, ſo ruft die Mamatſche(Wehmutter) alle ihre Freunde und Verwandte, welche ſich bis zu ihrer Entbindung um das Bett ſammeln. Das Kind wird dann gewaſchen, gekleidet, und in eine lange Binde (Kandak) gewickelt, welche das Kind vom Halſe bis zu den Zehen ſo umgibt, daß es weder Hand noch Fuß regen kann. Dann kommt es unter dieſelbe Bettdecke mit der Mutter. Kraft des Kelemeh Is lam(des muſelmaͤnniſchen Glaubensbekenntniſſes) welches die Amme dem Kinde in das Phr ſpricht⸗ wird es unter die wahren Glaͤubigen aufgenommen⸗ Hierauf wird in dem Zimmer, wo das Kind geboren worden iſt, von der Hebamme ein Schwert genom⸗ men, und mit der Spitze eine Linie auf deſſen 4 Waͤnde gezogen. Eine der umſtehenden Frauen ſagt:„was machſt du?“ Die andere antwortet:„Ich zeichne einen Thurm fuͤr Mar ia und ihr Kind.“ Woher dieſes urſpruͤnglich komme, oder warum es noch beob⸗ achtet werde, konnte ich nicht erfahren. Chriſiliche Ammen fuͤrchten ſie gar ſehr.
Am Tage der Beſchraͤnkung auf ihr Zimmer wird der Wochnerin eine gewiſſe Nahrung bereitet, von welcher ſowohl die gegenwaͤrtigen, als alle ihre uͤbri⸗
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