Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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Wir erſtiegen den Fels auf der Nord⸗Weſt⸗Seite. Ich bemerkte, daß unſer greiſe Fuͤhrer hier und da einen Stein auf ein bemerkbares Felſenriff legte, und dabei einige Worte ausſprach, welche ein Gebet um eine glückliche Ruͤckkehr waren, wie man mir ſagte. Die⸗ ſes Stein⸗Autſetzen bemerkte ich haͤufig im Morgen⸗ lande, beſonders auf Heeres⸗Straßen, welche nach einer großen Stadt fuͤhren.

Muͤhſam erſtiegen wir den Fels, welcher ſich un⸗ mittelbar aus einem jaͤhen, kegelfoͤrmigen Berge hebt. Auf dem Gipfel ſahen wir ein Stuͤck von einem Thore, Druͤmmer mehrerer Thuͤrmchen, 4 Waſſerbecken, und Truͤmmer vieler Mauern. Von der Hoͤhe des Felſens konnte man weit in der Gegend umher ſchauen.

In der Ueberzeugung, daß nordwaͤrts in den Rui⸗ nen von Perſepolis nichts Neues zu entdecken ſev, richtete ich meine Schritte gegen Suͤd, und ſchweifte am Fuße des Gebirges mehrere Meilen in dieſer Rich⸗ tung. Bei dem erſten Beſchauen des Berges ſah ich einige vereinzelte viereckige Steine, welche offenbar zum Bauen gebrochen, auf dem Abhange zerſtreut la⸗ gen. Als ich um die Ecke herumging, erſtaunte ich ein Grabmal, wie die zwei auf dem Berge zu ſehen,

nur daß es mehr verfallen, nicht ſo verziert und ſchein⸗ bar ohne Eingang war. Der obere Theil der Antlitz⸗ Seite iſt aus Quadern gebaut, wie die, welche ich zuerſt bemerkte, das uͤbrige iſt in den Felſen gehauen. Hoͤcht merkwuͤrdig iſt ein Haufen grober Steine⸗