so— 40 Fuß hoch uͤber einen geneigten Damm in ein neues und weiteres Bett.
Die Lage des Dorfes Bend⸗Emir iſt von den Truͤmmern von Perſepolis S. 150 W. Es iſt ein Theil von dem Corbal Betirke, und ſeiner Wein⸗ gaͤrten wegen beruͤhmt, wo der ſogenannte Schiras⸗ Wein meiſtens gekeltert wird.
Meine Wohnung lag eine Meile von den Truͤm⸗ mern und war ehemals ein herrliches Gebaͤude. Da ich die Trümmer in verſchwenderiſcher Fulle ausge⸗ breitet liegen ſah, ſtand ich nicht an, was nur am leichteſten nach En gland zu ſchicken ſeye, an mich zu nehmen. Das merkwuͤrdigſte unter den Truͤmmern hinſichtlich bildwerklicher Ausfuͤhrung iſt die Antlitz⸗ ſeite der Treppe, welche zum großen Saͤulen⸗Saal fuͤhrt. Auf einem Blocke fand ich zwei große Bruſt⸗ pilder von Figuren, da er aber zu groß war, ſo ließ ich die Figuren abſaͤgen. Auch war ich ſo gluͤcklich, den Anfang der Pfeil⸗Inſchrift zu finden, deren Ende
Le Bruyn in ſeinen Zeichnungen gegeben hat. Aus⸗ grabungen, welche ich veranſtaltete, brachten die ge⸗ wuͤnſchten Fruͤchte. Weil der Statthalter von Mer⸗ daſcht nichts von mir erhalten, ſo verbot er die Aus⸗ grabungen. Ich beſah daher die Alterthuͤmer, und fragte bei Leuten aus allen Staͤnden nach, um etwas Neues zu erfahren, yoͤrte aber nichts, als neue Na⸗ men von perſiſcher Erfindung fuͤr die verſchiedenen Theile der Truͤmmer. Eben ſo ungluͤcklich waren


