und Kopß glaͤnzend gelb. Sobald der Wind ſich legte, wurden ſie von den aͤrmeren Einwohnern Buſchirs eingeſammelt, getrocknet, geſalzen, und auf den Maͤrk⸗ ten als Nahrung fuͤr das niedrigſte Landvolk verkauft. Gekocht werden die gelben Heuſchrecken roth, und ſchmecken wie veraltete Krebſe.
Nicht weit von unſerem Lager fanden wir 2 laͤng⸗ lich roh aus gebranntem Thone gearbeitete Vaſen mit Menſchenknochen. Die Einwohner konnten ihr Alter nicht angeben. Jedoch ſollen es glucklicher Weiſe Muͤnzen darthun, welche dabei gefunden worden ſeyn ſollen.
uUnſer langer Aufenthalt in Buſchir kam von der verzoͤgerten Anſtellung eines Me hmandar her⸗ welcher Pfleger, Waͤchter und Fuͤhrer fuͤr die Reiſen⸗ den iſt. Die Anſtellung deſſelben bei einem Geſand⸗ ten iſtrim Morgenlande immer Angelegenheit des Ho⸗ fes, und die Bedeutung, mit weſcher der Geſandte und der Hof, woher er kommt, behandelt wird, richtet ſich meiſtens nach dem Range des ihm zugeſellten Beglei⸗ ters. Vor der Ankunft des Mehmandar abzurei⸗ ſen, iſt gegen perſiſche Hofſitte. Da er nun zu lange ausblieb, ſo erſuchten wir den Statthalter ven Buſchir uns zu begleiten. Zu Boraß⸗dſchun trafen wir den Mehmandar des Fuͤrſten. Als Ur⸗ ſache ſeiner Verzoͤgerung gab er an, daß er ſeinen Fuͤrſten in einem Zuge gegen die furchtbaren Mama⸗ eenj habe begleiten muͤſſen.


