Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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au der einen Seite durch das Meer, und auf der antern durch einen großen Kanal, welcher ſich in grohe Moraͤſte erſtreckt, gebildet wird. Hier iſt gegen⸗ watig der Haupthafen Perſiens. Die Stadt bil⸗ det ein Dreieck, deſſen Grundlinie, welche gegen das Lam liegt, nur befeſtigt iſt. Die Haͤuſerzahl betraͤgt 40o ebenſo hoch ſchaͤtzt man die Dattel⸗Alleen vor dem Eingange der Thore. Im Winter ſind die aus Nord⸗Weſt kommenden ungewitter ſehr haͤufig.

Von dem Gouverneur Mahomed⸗ Nebih⸗ Khan wurden wir ſehr hoͤſtich aufgenommen. Bet dem Autritte ſeines Khanats fragte er die Aſtrologen dieſer Stadt, um den gluͤckbringendſten Augenblick ſei⸗ nes Einzuges. Bei einer andern Gelegenheit ſchrieben ihm die Aſtrologen, er moͤge den Einfluß eines boͤs⸗ artigen Sternes vermeiden, und in einer beſondern Richtung ſein Haus verlaſſen. Da in dieſer Richtung keine Thuͤre war, ſo zauderte der Khan nicht, eine effnung in die Mauer brechen zu laſſen, und da her⸗ auszugehen.

Zu den in Perſien herrſchenden Arten des Aber⸗ glaubens gehoͤrt eine in Betreff des Kraͤhens der Haͤhne. Neun uhr fruͤh und Abends, Mittag und Mitternacht iſt ihr Kraͤhen guͤnſtig und privilegirt. Laſſen ſie ſich aber außer dieſen Stunden horen, ſo werden ſie un⸗ barmherzig geſchlachtet.

Ehe wir die Berg⸗Ebene von Kislat erſtiegen, empfieng eine lange Reihe mit Luntenfinten bewaff⸗