Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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daß ſie mich und mein Haus lieben; ich will auch für die Zukuüft keinen engliſchen Sklaven in meinem Reiche mehr haben, ſondern ſie aus allen Gegenden aufſuchen und in Freiheit ſetzen laſſen. Hierauf inkte er den Gefangenen, und hieß ſie weggehen.

Nach ihrer Eutfernung ſtattete der Geſandte dem Kaiſer ſeinen Dank ab, mit der Verſicherung:im⸗ mer das Iutereſſe ſeiner Majeſtaͤt zu befoͤrden. Mu⸗ ley erwiederte:Ich will ſehen, ob du das, was ich dir heute geſchenkt habe, verdient haſt; ich will dich aber in Miquenez keine Stunde weiter dulden, und wuͤnſche dir uͤbrigens eine gluͤckliche Ankunft in Eng⸗ land. Nach dieſem Beſcheide beurlaubte ſich Sir Steward. Der Kaiſer ſprach einige Mal zu ihm: Gott ſegne dich! lenkte ſein Pferd, und enteilte im vollen Galopp.

Den 24. Juli ſahen wir die kaiſerlichen Pferde⸗ ſtaͤlle, welche ungefaͤhr 1/2 Meile von der Stadt ent⸗ fernt lagen. Es waren zwei lange viereckige Gebaͤnde, ringsum mit zierlichen Bogen verſehen, unter deren jedem ein Pferd 42 Fub von dem andern entfernt ſtand; die Anzahl der Pferde mochte ſich auf 1000 be⸗ laufen. Die Mitte der Staͤlle durchſchnitt eine Waſ⸗

ſerroͤhre, uͤber welche die Futterbehaͤltniſſe errichtet waren. Ein und eine halbe Meile von Miguenes unterhaͤlt der Kaiſer noch 10,000 Pferde.

Wir beſuchten noch den Prinzen Muley Abdal⸗ lah auf ſeinem Landgute, und wurden von ihm ſehr