Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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ſah, Vono, Bono, und fragte den Geſandten, wie ihm der Palaſt gefiele? Als dieſer verſicherte, daß es eines der praͤchtigſten Gebaͤude auf der Erde ſey, ſagte der Kaiſer:Gott ſey Dank! Bei dieſer Gelegen⸗ heit erhielt unſer Geſandte mehrere junge engliſche Sklaven von dem Kaiſer zum Geſchenke.

Den 7. Juli wurden wir Morgens abgeholt, um den Palaſt noch einmal zu ſehen. Eine von den Go⸗ mahlinnen des Kaiſers ſchickte uns zum Fruͤhſtuͤcke Datteln, Roſinen, Mandeln, Melonen, Feigen und Zuckerwerk, welches ſie ſelbſt verfertigt hatte. Skla⸗ vinnen des Palaſtes brachten dieſe Gegenſtaͤnde in Speiſekoͤrben, und bedienten uns. Dieſe Maͤdchen batten ihre gelbe Haut mit glaͤnzenden Armbaͤndern, und allerlei ſilbernen Kleinigkeiten an Haͤnden und Fuͤßen geſchmuͤckt, trugen goldene Ketten um den Hals nebſt anderem afrikaniſchen Schmucke. Die kai⸗ ſerlichen Gemahlinnen hatten uns beobachtet, ohne daß wir dieſelben ſehen konnten.

Nach geendigtem Fruͤhſtucke verließen uns die afti⸗ kaniſchen Schoͤnen, und wir beſahen nun eine Menge anderer großer Gebaͤude, unter welchen ſich ein Zeug⸗ haus vorzuͤglich auszeichnete. In deſſen Saͤlen trafen wir eine große Anzahl von Flinten und Lanzen, gen, Aexte, Stutzrohre, Sturmhauben und derglei⸗ chen Kriegsgeraͤthe und Waffen mehr, welche aber nicht von den Mohren verfertigt, ſondern von den Chriſten eybeutet zu ſeyn ſchienen. In andern Sälen