Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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nen wohnte. Die Bogen waren aus Gyps mit Laub⸗ werk und Blumen geziert, und durch ſchoͤne ßeinerne Pfeiler unterſtuͤtzt. Der ganze Bogen und die Waͤnde waren 6 Fuß hoch, mit ſchmalen, in das Viereck ge⸗ ſchobenen, Steinen belegt, eine Art Pflaſter, welche man in allen Gebaͤuden des Kaiſers antrifft.

Ferner ſahen wir das Zeughaus, welches 4600 Fuß lang, und nur zo breit war. Es hingen in dem⸗ ſelben viele Gewehre und Saͤttel. In einem andern Zeughauſe zeigte man uns die Thore von Larache, welche der Kaiſer den Spaniern abgenommen hatte, und verſchiedene Eiſenarbeit, halbe Piken und Schwer⸗ ter als Beute aus Larache. Von einigen Palaͤſten der kaiſerlichen Gemahlinnen brachte man uns in ei⸗ nen andern Palaſt, in deſſen Mitte ein großer mit ſchlanken Cypreſſen umgebener Garten angelegt war, durch denſelben ging ein erhabener Weg, welcher ganz von Weinranken und anderm reizenden Laubwerke be⸗ ſchattet wurde. Wir fanden in dieſem Gange einen Wagen, welcher durch inwendige Federn ſich fort⸗ trieb, und eine ſchmale Kaleſche, in welcher ſich der Kaiſer manchmal durch ſeine Weiber und Verſchnit⸗ tene zieben laͤßt. Wir kamen noch durch viele andere viereckige Gebaͤude, und ſahen hin und wieder oben auf den hohen Mauern die Chrißten arbeiten.

Wir brachten mit dieſen Beſichtigungen drei Stunden zu, und wurden dann wieder zum Kaiſer ge⸗ bracht. Er ſaß zu Pferde, und prief, ſobald er uns