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wiſſen ſie⸗bloß anzugeben, daß er ein Chriſt geweſen ſey. Dieſe Ruinen liegen ungefaͤhr 3s teutſche Mei⸗ len ſüͤdlich von Detuan, und 4 Meilen nordoͤſtlich von Miguenez; die ueberbletbſel ſcheinen Triumph⸗ bogen geweſen zu ſeyn. Rund um den Berg, auf welchem dieſes Schloß gebaut worden ilt, iſt noch der Grund einer Mauer zu ſehen, welche 2 Meilen im umfange haͤlt, und genanntes Schloß einſchließt. Das Land, welches wir durchreiſt hatten, war ſehr fruchtbar und angenehm. Die Berge waren mit Oli⸗ venbaͤumen bepflanzt, und hin und wieder zeigte ſich ein großer Ueberfluß an Korn und Vieh. Nichtsdeſtowe⸗ niger liegen ganze Strecken wegen der tyranniſchen Bedruckungen der Statthalter oͤde und unbebaut da. Den 3. Juli kamen wir vor Aufgang der Sonne in die Stadt Miquenez. Den 6. hatten wir eine Audienz bei dem Kaiſer. Ein Aleaide, mit einer Wache verſehen, fuhrte uns bis zu dem kaiſerlichen Palaſte. Kein Mohr, welcher nicht in dem Dienſie des Kaiſers war, durfte ſich uns naͤhern; wenn aber einer ſich an uns draͤngte, ſo ließ der Aleaide ihn durch die Soldaten niederſtoßen, und unbarmherzig durchpruͤgeln. Wie wir das aͤußerſte Thor des kaiſer⸗ lichen Palaſtes erreicht hatten, ſiegen wir von den Pferden, gingen durch vier breite Vorhoͤfe, und ſetz⸗ ten uns bei einem Gitterwerke nieder. Nach einer halben Stunde bekamen wir Nachricht von der An⸗ kunft des Kaiſers. Als er erſchien, trus man einen


