Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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welches jene Ebene von der Suͤdſeite einſchließt. Sie fuͤhrt ihren Namen von einem Heiligen, welcher in derſelben ein Grabmal hat, bei welchem die Mohren ihre Andacht mit großem Eifer verrichten. Man ſieht auf dem ganzen Wege nach Miquenez noch mehrere Grabmaͤler, bei welchen ſelten ein Reiſender voruͤber⸗ geht, ohne ſein Gebet an denſelben zu verrichten. Wir mußten uns von der heiligen Stadt etwas ent⸗ fernt halten, weil ſich bloß Muhamedaner den heiligen Graͤbern naͤhern duͤrfen.

Den 1. Juli beſtiegen wir auf unſerer Reiſe ein ſehr rauhes und felſiges Gebirge, welches uns bei dem Herabſteigen viele Beſchwerden verurſachte. Um 10 Uhr lagerten wir uns in einem Felde, welches von einem daſelbſt begrabenen Heiligen, Muley Idris, ſeinen Namen erhalten hat. Muley Idris legte den Grund zur Stadt Fez, fuͤhrte Muhameds

Lehre ein, und war der erſte arabiſche Prinz, wel⸗ cher in der Berberei regiert hat. Sein Grab ilt jetzt noch eine Zufluchtſtaͤtte fuͤr die Uebelthaͤter. Dis

nach Mig uenet Reiſenden machen einen großen Um⸗ weg zu dieſem Grabe. Auch iſt in dieſer Gegend eine Stadt, welche Muley Idris Namen fuͤhrt, und am Fuße des Gebirges Zarhon liegt. Eine halbe Meile von dieſer Stadt ſieht man auf einem ſehr an⸗ muthigen Huͤgel die Truͤmmer eines ſebr alten und praͤchtigen Schloſſes, welches die Mohren Caſſar Pbaravn(Pharavn's Schloß) nennen; vom letztern