Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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ſchwemmungen ausgeſetzt. Zu ihrem Unglucke hat auch ein Heiliger geweiſſaget:daß die Stadt im Sommer verbrannt, und im Winter uͤberſchwemmt werden wuͤrde. um dieſen Heiligen jedoch nicht zum Luͤgner werden zu laſſen, legen die Prieſter einmal im Jahre heimlich Feuer ein, welches ſie ſchnell wieder loͤſchen. Vermuthlich hat ihr Heiliger die Hitze der Sonne in das Auge gefaßt gehabt. Ein ſolches Feuer wurde auch waͤhrend unſerer Anweſenheit angelegt, aber bald wieder geloͤſcht. Die haͤufigen Regenguͤſſe im Winter uͤberheben ſie der Beſorgniß, auf Ueber⸗ ſchwemmung denken zu muͤſſen. Es gibt viele Stoͤrche in der Stadt, welche nicht ſchuͤchtern ſind, und vor den Thoren wie zahmes Vieh umhergehen. Aleaſſar verließen wir den 26. in einer zahl⸗

reichen Geſellſchaft, und lagerten uns am 27. bei dem Bache Behvrah. Den 28. legten wir drei Meilen zurück, und uͤbernachteten an dem Fluſſe Cebu, wel⸗ cher das Gebiet des Baſſa von Detuan ſchließt. Die⸗ ſer Fluß iſt der breiteſte im ganzen Koͤnigreiche Fez⸗ nimmt ſeinen Urſprung bei der Stadt Fez, faͤllt in den See Marmora, iſt aber ſeiner Verſandung we⸗ gen unnuͤtz für den Handel. Bei Moudlichte durch⸗ reiſten wir am 29. die Ebene von Marmora, welche fuͤnf Meilen in der Laͤnge, und zwanzig in der Breite haͤlt.

Des Morgens bezogen wir unſer Lager bei Sidi Caſſem, einer kleinen Stadt am Fuße des Gebirges,