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mit Waſſer gefuͤlltes Becken geſetzt, aus welchem der Geſandte einen Punſch bereitete, und nur mit Muͤhe den Baſſa dahin brachte, daß er zwei Gläſer trank. Die Laube war ſehr reizend, und das Angenehme der⸗ ſelben durch eine Menge fleiſchfarbener Nelken, welche durch die Zeffnungen des geflochtenen Rohres gebo⸗ gen waren, erhoͤht. Auch vier Muſikanten hatte der Gouverneur zu unſrer Unterhaltung mitgebracht. Den 20. gingen wir mit dem Baſſa in die Gebirge zwiſchen Tetuan und Ceuta auf eine Baͤrenjagd. Eine große Anzahl Mohren zu Fuß, welche alle mit Spießen verſehen waren, ſeellten ſich auf die herum⸗ liegenden Anhoͤhen, und trieben die Baren durch ihr furchtbares Geſchrei aus dem Walde. Wenn Jemand von ungefaͤhr allein es mit einem Baͤren zu thun bekam, ſo ergriff er nicht die Flucht, ſondern ſetzte ſich in die gehoͤrige Stellung, und ließ den Baͤren an⸗ laufen. Das Thier drang bis an das Ende des Eiſens am Spieße ein, und konnte wegen eines daſelbü be⸗ feſtigten Quereiſens nicht weiter kommen. Hatte nun der Mohr keine Kraͤfte mehr, den Baͤren nach gegebe⸗ nem Fange zu halten, ſo entfernte er ſich, ſo gut er konnte. Inzwiſchen griffen andere den Baͤren an, und ſtachen ihn ſo lange, bis er blutend zur Erde ſiel. Wir erhielten drei junge lebendige Baͤren, und erleg⸗ ten ſechs alte.— Den 24. ſpeiſte der Baſſa nebſt eini⸗ gen vornehmen Mohren bei dem Geſandten. Weil ſie nun alle Gläſer, welche man darteichte, ſogleich aus⸗


