Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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dringenden und widerlich toͤnenden Pfeife beſtimmt ward.

Bei unſerm Einzuge in der Stadt Tetuan fan⸗ den wir ein großes Gedraͤnge von Menſchen, welche uns durch Schreien und Jauchzen bewillkommten. Die ganz vermummten Weiber ſtanden in großer An⸗ zahl auf den Giebeln der Haͤuſer. Der Baſſa, wel⸗ cher uns fruͤher ſchon freundſchaftliche Beſuche abge⸗ ſtattet, und dem Geſandten ein ſebr ſchoͤnes Pferd ge⸗ geben hatte, ließ ſeine Mohren vor ſeinem Hauſe im Vierecke aufſtellen, und zeigte uns ſeine und ſeiner Bruͤder Geſchicklichkeit im Speerwerfen. Sie warfen dieſelben vorwaͤrts in die Luft, und fingen ſie im vol⸗ lem Galoppe wieder auf.

Den 16. lud uns der Baſſa zum Mittagsmahle in ſeinen neu angelegten Garten ein; dieſer lag eine kieine teutſche Meile von der Stadt in einem ange⸗ nehmen, von grüͤnen Huͤgeln umgebenen Thale, und wurde durch einen kleinen Strom, welchen man mit großer Muͤhe von einem nahe gelegenen Berge geleitet hatte, bewaͤſſert. Wir ſpeiſten unter einem ſchattigen Baume, wurden nach dem Mahle von dem Gouver⸗ neur zu Tetuan mit Citronen, Pomeranzen und kleinen Aprikoſen beſchenkt, welche er ſelbſt gepfluͤckt hatte, und zu einem Spaziergange eingeladen. Die Gaͤnge im Garten wurden durch eingeflochtenes Schilt⸗ rohr abgetheilt; unter andern hatte man auch eine Robrlaube ſehr kunſlich angelegt, und in dieſelbe ein