Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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ter Noſter⸗Gaſſe, welche von der Kirchs der Schwarzen bis an das Meer geht. 6

Nio Janeiro, ein ſehr betraͤchtliche Stadt mit ungefaͤhr so,000 Einwohnern, hat ziemlich ſchoͤne und ſehr gerade Straßen. Die Thüren und Fenſter der Haͤuſer ſind mit Jalvuſien verdeckt; die Haͤuſer ſelbſt gewoͤhnlich 2, zuweilen auch s Stockwerke hoch, ſind glle mit Ziegeln gedeckt. Die ziemlich ſchonen, aber nicht beſonders hohen Kirchen ſind inwendig mit Ziera⸗ then und vergoldeter Bildhauer⸗Arbeit ſo uͤberladen, daß man faſt nicht errathen kann, was ſie vorſtellen. Sie ſind auch ſehr dunkel; weil das icht nur durch ein großes, breites Fenſter oberhalb der Thuͤre einfaͤllt.

Faſt an allen Kreuzwegen ſteht in einer Niſche das Bild der h. Jungfrau. Die Niſche iſt vergoldet, mit Spiegelglas und einem ſchoͤnen Vorhange ver⸗ ſchloſſen. Das Ganze iſt mit einem Himmel von ganz gutem Geſchmacke bedeckt, und mit kleinen Bildern der Dankbarkeit umgeben. Hier verſammelt ſich das Volk an jedem Abende um den Roſenkranz zu beten.

Die Stadt hat einen ſehr ſchoͤnen Marktplatz im Angeſichte des Hafens. Dieſer und die Stadt verthei⸗ digen 7 Forts; naͤmlich St. Erviz und St. Jean am Eingange der Bay, Villegagnon und St. Dominigue gegen die Mitte, das Fort auf der Schlangen⸗Inſel, welches die Mirte des Haſens und det Stadt deckt, und endlich das Fort der Bene⸗