Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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weiß gefaͤrbt iſt, und nun mit dem des Niles ein Meer bildet. Mit maͤchtigem Ungeſtuͤme ſtroͤmt der befruchtende Fluß gegen die unwegſamen Gebirge, die Nubien von Aegypten ſcheiden, und bahnt ſich fo ſchaͤumend einen Weg durch dieſelben. An der aͤgyp⸗ tiſchen Graͤnze theilt ſich aber das Gebirge in zwei Ketten, und hier wird der Nil ruhiger und ſchiffbar. Vor ſeiner Ankunft in dem eigentlichen Aegypten ſind die Bergſchluͤnde, durch welche er ſich draͤngt, oft ſo enge, daß ein Rehbock uͤber dieſelben ſpringen koͤnnte, und die aͤthiopiſchen Koͤnige nicht ſelten Bruͤcken dar⸗ uͤber werfen, um mit ihren Armeen uͤber ſie zu zie⸗ hen. Bei dieſen Bruͤcken hat man nie Gefahr: denn der Nil ſteigt nie ſo hoch, daß er die Gipfel dieſer Felſen⸗Maſſen erreichte. Aus dieſer Bemerkung laͤßt ſich abnehmen, wie tief hier die Abgruͤnde dieſes un⸗ geheueren Stromes ſeyn moͤgen. Von manchen die⸗ ſer Felſen ſturzt ſich der Nil, beſonders im Winter, wenn ſein Waſſer gefallen iſt, und es ihm ſo mehr Anſtrengung koſtet, den Bergpfad zu erringen, mit einem ſolchen Toſen herab, daß es, von dem Echo der Berge verſtaͤrkt, ſieben Meilen weit gehoͤrt wer⸗ den kann, daß die wilden Thiere nicht wagen, ihm nahe zu kommen, und die Voͤgel ſich nicht getrauen, über ihm zu fliegen. Dieſe Waſſerfaͤlle ſtoͤren indeſſen den Verkehr Aegyptens mit den nubiſchen Voͤl⸗ kern auf keine Weiſe. Denn die Pubier machen ſich Floͤſſen von Baͤumen, deren Holz ſie in Aegyp⸗