Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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o Fieberkranke, des Abends aber 230, welche an dieſem Tage durch Raͤumung des Spitals auf dem Berge Karmel, und durch Nachzuͤgler ankamen. Funfzig wurden nach Katieh gebracht. Am 7. konn⸗ ten von den 200 im Spitale liegenden Kranken so auf Reitthieren fortgeſchafft werden. Am s. Abends be⸗ lief ſich die Zahl der im Spital befindlichen auf 460 Kranke, nach genauer Unterſuchung aber hielt ich 20 bis 25 Mann fuͤr faͤhig, in das Lager zu gehen. Den ganzen 9. brachte ich faſt im Lazarethe zu, um die noch auf hundert ſich belaufenden Kranken ſo eilig als moͤglich fortzuſchaffen.“

„Nach dieſer Berechnung des Oberarztes mutß man ſchließen, daß die Vergiftung der Kranken ein von Bonaparte's und Frankreichs Feinden er⸗ fundenes Maͤhrchen iſt. Würde es uͤbrigens auch nicht menſchlicher geweſen ſeyn, das Leben einiger nicht transportablen Peſtkranken abzukuͤrzen, als ſie dem Meſſer der Tuͤrken zu uͤberlaſſen? Die Frage ſcheint uns bejahend beantwortet werden zu koͤnnen, ohne uns deßwegen ausſetzen zu muͤſſen, der Grauſamkeit und Barbarei angeklagt zu werden, und es wird uns erlaubt ſeyn, mit Napoleon zu ſagen:„Es wuͤrde kein Verbrechen heweſen ſeyn, wenn man den Peſt⸗ kranken Dpium gereicht haͤtte; man wuͤrde im Ge⸗ gentheile nur der Stimme der Vernunft gehorcht ha⸗ ben. Eher wuͤrde es eine Grauſamkeit genannt wer⸗ den koͤnnen, wenn man einige ungluͤckliche in dieſem