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ſchlaͤgt mit Freuden, und ſelbſt mit eigener Hand die ungluͤcklichen Griechen, die vielleicht vom Cleome⸗ menes, vom Polyktetes und Hreſtes herſiammen. Uebrigens iſt ſeine vor Alters berühmte Gaſifreund⸗ ſchaftlichkeit nicht groß. Der Türke iſt unertraͤglich ſtolz, bei dem unſer Reiſender durch den Bey von Gaſtuni empfohlen ward, und Argos hat von mehr als so Denkmaͤlern kaum noch die Grundmauern von zweien derſelben. Das Waſſer der Stadt kommt aus einer Quelle, die ohne Zweifel aus dem Cephiſ⸗ ſus entſteht.
Des andern Tages beſucht Serofani die Fe⸗ ſtung Lariſſa, das jetzine Argos, wo einſt ein Brafel ſehr beſucht ward. Von hier entdeckte er auf der Ebene den Tempel des nemeiſchen Jupiter⸗ und das Stadium, wo die nemeiſchen Spiele ge⸗ feiert werden. Uebrigens die Stadt Argos uͤber fuͤnf Viertels Meilen von dem Meeresufer entfernt.
Von Argos kommt der Reiſende ganz gemachlich in zwei Stunden nach Mycena. Unterwegs kommt er an dem Heräum vorüber, an Funo's Grab, dem älteſten Tempel in gans Griechenland; bloß ei⸗ nige Steine davon waren noch ubrig. Zunaͤchſt von diefem Platze kommt man au die Quelle der Eleu⸗ theria, die ehemals ſo reichlich floß, jetzt aber kaum ſichtbar iſt. Von da aber iſt man bald auf der Sbene von Cherias ſo nennt man heut zu Tage Myren d. Der Boden iſt ein elendes Haferfeld, mit einigen dundert Maulbeer⸗ und Feigenbaumen beſetzt, und mit einem Doͤrſchen von zwanzig Huͤtten ahgebaut. Das Ganze bildet eine Behauſung des Elendes. Von Denkmaͤlern aus alter Zeit iſt nichts mehr uͤbrig, als ein Thor, durch das vielleicht Agamemnon bei ſei⸗ ner Heimkehr von Troja ein⸗, oder Hreſtes nach der Ermordung ſeiner Mutter hinauszog, durch wel⸗ ches aber der Reiſende, wie er will, aus⸗ und ein⸗


