Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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durchwadet ihn. Bald ſteigt er uͤber hohe Berge; bald wandert er in tiefe Thaͤler hinab; bald iſt er von Wieſen eingeſchloſſen, die mit Myrthengebuͤſchen be⸗ kraͤnzt und voll von Blumen ſind; bald iſt er in einem Haine von Roſengebüſchen. Hier war endlich Area⸗ dien, der vorzuͤglichſte Sitz der Unſchuld, der Tu⸗ gend, der Freude. Abgruͤnde oͤffnen ſich unter den Fuͤßen des Wanderers, Berge ſchweben uͤber ſeinem Haupte. Hier und da ſind Weinſtoͤcke zerſtreut; dort ſind einige Schaͤfer, und hier einige Schaͤferinnen. Fluͤſſe rauſchen in die Siefen hinab, uͤber Felſen

ſchaͤumend. Gegen Mittag macht der Reiſende Halt

an den ufern eines Fluſſes, um einige Speiſen zu ſich zu nehmen, die er von Nezero mitgenommen. Er iſt an den Ufern des Pamiſus, und in Meſſa⸗ nien. Das Elend dieſes Landes und die Wildheit der Lacedaͤmonier verleiden alle Zauber der Ge⸗ gend, und das Unrecht, das ſie einſt den armen Meſ⸗ ſeniern zufuͤgten, ergrimmt das Herz gegen ſie. Der Reiſende uͤbernachtete in einem Khann, d. j. in einem Wirthshauſe zu Mettaga. Den an⸗ dern Tag nahm er ſeinen Weg auf die Gebirge, und befand ſich beinahe am Abhange des Taygetus, als er in der Naͤhe, in der Mitte der erſten Thaͤler, den Huͤgel entdeckte, auf welchem die Stadt Helos, das Vaterland der ungluͤcklichen ſpartaniſchen Sklaven, Heloten, lag. Hierher an die Ufer des Surotas gingen die jungen Spartaner mit Pfeilen und Degen