Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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ſind die Hauptzierden ihrer unterhaltung. Da ſie nicht mehr Sparta's Geſetzen unterworſen ſind⸗ ſo geht ihnen das Geld uͤber Alles. Da ſie nicht mehr zu Athen leben, ſo haben ſie die feinen Gedanken mit der Aus⸗ ſchweifung, das Zartgefuͤhl mit thieriſchen Genuͤſſen, die Ruhmbegierde mit dem Eigennutze vertauſcht. Die Abkoͤmmlinge eines Leonidas, eines Ariſtides, eines Epaminondas, iittern bei dem Anblicke ei⸗ nes Luͤrken. Dieſes iſt das Schickſal von fuͤnf Mil⸗ lionen Menſchen in Europa, und von drei Millio⸗ nen in Aſien. Indeſſen iſt die Staͤrke ihres Charak⸗

ters, vermittelſt deren ſie unter Barbaren und ſo vie⸗

len Veraͤnderungen ihrer Sprache, ihre Religion und ihre Sitten ziemlich gut gewahrt haben, ein ſprechen⸗ der Beweis, was dieſe Nation werden koͤnnte, wenn ihnen Europas Herrſcher Freibeit, Künſie und Wiſſenſchaften wieder ſchenken wollten.

Der Winter iſt voruͤber, und Serofani beginnt mit dem 6. April ſeine Wanderungen wieder. Er ſteigt einen Theil des Dleno hinauf und wieder binab, und kommt Abends zu Nezaro an, wo er über Nacht bleibt. Dieß iſt ein Dorf in Areadien. Obſchon die Maͤnner in dieſem Lande roh und wild ſind, ſo betragen ſie ſich doch weder grauſam, noch feindſelig.

Den Tag darauf ſieht Serofani bei Tripo⸗ tbem den Alpbeus wieder, trinkt aus ihm⸗ und