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der Mitte des Dleno liegt. Nach Liſch kletterte man den Bers hinauf. Der Weg war nicht ſo ſteil
buͤſchen und Lerchenbaͤumen bemerkte man viele von jenen Geſtraͤuchen*), auf welche im Monat April gewiſſe In⸗ ſekten ihre Eier legen, die den heutiges Tages ſo genann⸗ ten Kermes oder die Purpurfarbe der Aiten liefern. Auch ſah der Reiſende den Aſtragalus Traga⸗ rantha, ein Gewaͤchs, welches den Gummi Dra⸗ gant liefert. Man ſteigt hoͤher und hoͤher, und, ob es gleich Herbſt iſt, der Fruͤhling herrſcht noch uͤberall. Blumen auf alen Seiten, und Honig ſammelnde Bie⸗ nen in Menge. Man iſt auf dem Gipfel, dir Luft iſt rein, der Horizont unermeßlich; der Geruch der klei⸗ nen Nareiſſen, der Tulpen, des Quendel, des Thy⸗ mian, der wilden Tuberoſen iſt lieblich und den Weg lohnend.
Der Dleno iſt ſebenhundert geometriſche Schritte uͤber das Meer erhaben, und beherrſcht den Pelopo⸗ nes, wie das Auge eine Landkarte. Auf ſeinem Gip⸗ fel ſieht man den Alpheus in Areadiens Bergen entſpringen, und ſich nach mehreren Kruͤmmungen im Meere verlieren. Den Dleno ſelbſt ſieht man gegen Suͤdoſt ſich ſeuken, und die Ebenen von Pyrgo und Tripomene bilden. Gegen Suͤdweſt erhebt er ſich *) Vielleicht die Kermes⸗Eſche, duerecus cocci-
tera.(D. B.)
und beſchwerlich, als auf den Parnaß. Unter den Ge⸗
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