Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

113

Kloſter an. Dieſes iſt eines der aͤlteſten und volk⸗ reichſten in der griechiſchen Kirche. Fuͤnfzig Einſiedler oder Calojeren werden hier in heiligem Muͤſſigange von der frommen Einfalt der Glaͤubigen erhalten. Der Kloſtergarten iſt klein. Unter den Fenſtern des Kloſters oͤffnet ſich ein Abgrund, und über demſelben ragt der Berg Lieoreon hervor. Der Pbere des Kloſters ſteht unter dem Primas von Livadien. Die Bibliothek beſtand aus soo griechiſchen Hand⸗ ſchriften, groͤßtentheils von geiſtlichen Sachen han⸗ delnd. Serofani weilte etwas bei dem Dbern

Pater Eutychius, blieb einen Tag zu Lepante,

und war dann in drei Stunden zuruͤck nach Patra. Der Reiſende ruht zwei Dage, und beſchließt den

Dleno iu beſuchen. Dieſer einſt Dlenos genannte

Berg, iſt der hoͤchſte in ganz Morea. Nach ihm hieß einſt eine beruͤhmte Hauptſtadt im Pelopones, und eines der aͤlteſten Koͤnigreiche. Die Reiſe dahin iſt angenehm. Rechts liegt das Meer. An dieſem reiſet man eine Meile weit. Links iſt ein Delbaum⸗

feld. Morgens bricht der Reiſende auf, und noch vor

dem Untergange der Sonne iſt er im Dorfe Achaja, welches dem Primas Seid Aga von Patras ge⸗ hoͤrt. Das Haus dieſes gaſtfreien Mannes, des Wir⸗ thes unſers Reiſenden, iſt ganz aus Alterthuͤmern ge⸗ baut, und ein wahres Magazin fuͤr den archaͤologiſchen Forſcher. Des anderen Tages ſpeiſte man zu Mittag in einem Luſthauſe eines Herren Ruffo, welches in 55. B. Griechenland. III. 1. 3