Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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der Helikon, der noch heute Palioguna heißt; beide bilden die Bergkette, die Attika von Boͤv⸗ tien ſcheidet. Der Abhang des Helikon iſt mit Weinreben und Fruchtbaͤumen bewachſen; ſeine Mitte zieren hohe Waͤlder, und der obere Theil iſt mit Schuee bedeckt. Die Gegend zwiſchen dem Helikon und Parnaß iſt ſchoͤn. Gegen Nord ſind große Kluͤfte, Wirkungen der vormals zerruͤtteten Natur. Durch dieſe Spalten ſieht das Auge lachende Thaͤler, mit weidenden Heerden, deren Wolle ſchneeweiß iſt. In der Ferne ſieht man die vom Cephiſſus bewaͤſſerten Ebenen, die Stadt Theben, die Inſel Negro⸗ ponte und die Gipfel des Pind us und Dlymp. Gegen Weſt ſieht man die blaue Flaͤche des Meerbu⸗ ſens von Patraͤ, die Inſeln Cephalonia, Leu⸗ kade, Fthaeca, den Berg Araeynthus, die Muͤndung des Achelous, und weiter den Meerbu⸗ ſen von Arta, ehemals Ambraeia gegen Suͤden. Zuletzt erblickt man auch noch den Meerbuſen von Le⸗ pante, den Pelopones, das Fort von Corinth⸗ einen großen Theil des Archipelagus, Calauria und die eyeladiſchen Inſeln. Die Luft auf dem Berge iſt rein, und der Wohlgeruch der Kraͤuter ſtaͤrkend.

Von dem Parnaß trennt ſich der Reiſende un⸗ gern, doch er muß; der Dolmetſcher mahnt ihn zum Aufbruche, indem das Kloſter des heiligen Lukas noch weit entfernt ſey. Man nimmt den entgegenge⸗ ſetzten Weg. Nach fuͤnf Stunden kommt mon in dei