Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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Die Cephalonier ſind vielleicht unter allen Voͤlkern der Erde die Einzigen, die uͤberall gluͤcklich ſind. Mit natuͤrlichen Talenten verbinden ſie eine Dreiſtigkeit der Art, daß man ſie eher fuͤr Großſtaͤdter, als fuͤr die Bewohner einer kleinen Inſel des joni⸗ ſchen Meeres haͤlt. Mit gluͤcklichem Erfolge haben ſie die mediziniſchen und chemiſchen Wiſſenſchaften bearbeitet; beſonders aber widmeten ſie ihre Beſtre⸗ bungen den See⸗Wiſſenſchaften. Die Bevoͤlkerung der Inſel belaͤuft ſich kaum auf 60,000; dennoch hat ſie eine ſtarke Seemacht, vielleicht 200 Fahrzeuge und sooo kleine Barken auf dem Meere. Sie dringen bis in den Deean, bis nach Amerika, ja ſelbſt bis nach Indien vor. Dieſe große Gleſchgultigkeit, mit welcher ſie ihr Vaterland vetlaſſen, verraͤth ohne Zwei⸗ fel Habſucht, die ſie auch ſo weit treiben, daß man ſie allgemein fuͤr die geſchickteſten Seeraͤuber anſieht. Sie verſtehen es am allerbeſten, einen Streich auszu⸗

traͤgt 10, ihre Laͤnge 4, und ihre groͤßte Breite 1 1/2 franzoͤſtſche Meile. Sie iſt voll von Fel⸗ ſen; doch bringt ſie mehr Getreide, als verzehrt wird. Ausfuhrartikel ſind Del und Corinthen. Der Wein reicht kaum fuͤr den Bedarf. Dis Jaod iſt nicht ſehr ergiebig, beſſer die Fiſcherei. Der Gartenbau iſt unbedeutend; die Federvieh⸗ zucht gut. In fuͤnf bis ſechs Brtſchaften woh⸗ Pii hehtehi iſn 3, ihtlichie t helbt Vathi, und liegt am Hafen. (D. B.)