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Spiridion zollt. Der Leichnam dieſes Heiligen, den Schiffer und Reiſende gewoͤhnlichen Schlages oft anrufen, gehoͤrt aber weder einer Kirche, noch der Re⸗ gierung au, ſondern einer Familie Bulgari. In dieſer erbt er von Vater auf Sohn, wie ein Delbaum⸗ feld, oder wie ein Weinberg fort, und wird ſelbſt in Heirathsvertraͤgen oder in Teſtamenten erwaͤhnt. Er hoͤrt nicht auf, Wunder zu thun und iſt eintraͤglich: denn ſein Ruf iſt in der ganzen Levante verbreitet, und ſelbſt Tuͤrken ſchicken ihm Geſchenke, wenn ſie ſolche in Gefahren gelobt haben, Saͤbel, Ueberſchuhe
und Turbane.„Sie lachen? ſetzt Serofani hinzu:“
machen wir es denn beſſer? Schicken wir nicht auch waͤchſerne Zaͤhne, Augen und Bruͤſte an die heilige Lueia, an die heilige Agathe und an die hei⸗ lige Apollonia?
Auf der Inſel Corfu beſah unſer Reiſender auch das Dorf der Caſtradi, welches auf der Stelle ſteht, wo ehemals die Hauptſtadt der Phaeaker lag. Die Gaͤrten des Aleinvus mit ihren Quellen und Flüſſen und Pallaͤten, ſo wie ſie uns Homer im ſiebenten Buche der Odyſſen geſchildert, ſind nir⸗ gends zu finden*).
* Da hier Serofani von Corfu nichts weiter berichtet, ſo wird man es mir verzethen, wenn ich üͤber dieſe Inſel einiges aus André Greſ⸗ ſet St. Sauveur's Werk; über die venetiani⸗


