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ruhigen Bay, von fruchtbaren Hoͤhen umringt. Von hier brach einſt Pyrrhus auf, und eroberte in zwan⸗ zig Dagen Coreyra und Sieilien. Hier ruhte einſt Virgil auf einer Reiſe nach Griechenland aus, und wohl die Schoͤnheit dieſer Gegend gab ihm die Idee zu der herrlichſten und intereſſanteſten Dichtung der Aeneis(III. Buch Vs. 292 ſ. f.).
Der Wind weht ſßtaͤrker, und man braucht wenig zu thun, um zu Corfu zu landen. Mit Gefahr, Ungluck zu leiden, faͤhrt man an den beruͤchtigten Fel⸗ ſen Deuf vorbei, der die Muͤndung des Hafen ſchließt, weil ein herzhafter Cypriode das Steuer⸗ ruder gut haͤlt, waͤhrend die uͤbrige Schiffsmannſchaft verwirrt umherlaͤuft.
Zu Corfu ſah Scrofani nichts als Armuth; er glaubte die Eigenthuͤmer dieſer Inſel in einem an⸗ deren Lande. Die Thaͤtigkeit der Einwohner hatte keinen freien Spielraum; daher waren ſie traͤge, und lebten lieber arm in gluͤcklichem Lande, als reich fuͤr Venedig und andere große Herren. Auf der Inſel Corfu wohnt die Schoͤnheit, wie uns Serofani berichtet, auf dem Lande, und kommt ſelten in die Stadt. Sie thut wohl daran; ſie haßt die Unrein⸗ lichkeit, und Corfu iſt voll von Unreinlichkeiten; nur die Judengaſſe daſelbſt iſt ſehr reinlich und wohlhabend.
Merkwuͤrdig fand er uͤbrigens in Corfu die aber⸗ glaͤubiſche Verehrung, welche das Volk dem heiligen


