Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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auf einer Anhoͤhe, der erſte Wohnort der Thebaner, leitet durch unterirdiſche Roͤhren ihr Quellwaſſer in die Stadt. Die Gegend der Stadt wird durch zwei Fluͤſſe, durch Wieſen und Gaͤrten verſchoͤnert. Unter den Prachtwerken der Stadt bewundert man die koloſ— ſale Bildſaͤule des Herkules von Alkamenes; ſeine Arbeiten von Prapiteles; den Merkur von Phidias, und die Minerva von Skopas. Man ündet hier, wie in den meiſten griechiſchen Staͤdten Griechenlands, ein Theater, ein Gymnaſium oder ei⸗ nen Uebungsplatz fuͤr die Jugend, und einen großen Markt. Dieſen umringen Tempel und mehrere Ge⸗ baͤude, deren Mauern mit den Waffen behangen ſind, welche die Thebaner von den Athenern in der Schlacht bei Delium eroberten. Die Stadt iſt ſehr volkreich. Die Einwohner ſind, wie zu Athen, in Vuͤrger, anfaͤſſige Fremde und Sklaven getheilt. The⸗ ben iſt nicht nur die Schutzwehr von Boͤotien, ſon⸗ dern in gewiſſer Ruͤckſicht auch deſſen Hauptſtadt. Das Land, welches die Boͤotier bewohnen, uͤbertrifft At⸗ tika an Fruchtbarkeit, und bringt eine große Menge vortrefflichen Getreides hervor. Durch die gluͤckliche Lage ihrer Haͤfen ſteht ihnen auf der einen Seite der Handel mit Italien, Sieilien und Afrika of⸗ fen; auf der andern Seite mit Aegypten, der In⸗ ſer Cypern, Maeedonien und dem Helles⸗ vont. Die Luft von Boͤotien iſt ſehr rauh; die Einwohner ſind weder ſo ſcharfſinnig, noch ſo leb⸗